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Wie kann ich sicherstellen, dass mein Release gut klingt und gut aussieht?

Ein Album zu machen ist nicht billig, die Kosten können jedoch sehr variieren. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen hochwertigen Release zu veröffentlichen, ohne dabei dein Bankkonto zu plündern, aber du solltest unbedingt ein realistisches Budget und einen Zeitrahmen festlegen.

Hier ist eine Liste der wichtigsten Dinge, die du beachten solltest, damit dein Release gut klingt und professionell aussieht:

Mixing und Mastering

Die Abmischung und das Mastering sind zwei getrennte Phasen des Produktionsvorgangs, die jedoch beide gleich wichtig sind. Spare auf keinen Fall am falschen Ende!

Du kannst das Abmischen und Mastering mit viel Übung online lernen. Wenn du allerdings Zeit sparen und garantierte Qualität haben möchtest, dann ist es besser, jemanden anzuheuern, der sich damit auch auskennt. Nach Möglichkeit einen zuverlässigen Toningenieur, mit dessen Arbeit du bereits vertraut bist und mit dem du dich verstehst.

Die Kosten für Abmischung und Mastering können stark variieren und sind abhängig von der Erfahrung der Ton- und Mastering-Ingenieure, der Dauer und Komplexität der Aufnahmen und der Anzahl der notwendigen Kanäle.

Ingenieure werden normalerweise pro Stunde, Song oder Tag bezahlt und arbeiten entweder von zuhause oder in größeren Tonstudios. Je nachdem, was du benötigst, wirst du mit Ausgaben zwischen ein paar Hundert und ein paar Tausend Euro rechnen müssen.

Mixing

Nachdem du Zeit für die perfekte Vorproduktion aufgewendet und die einzelnen Tracks aufgenommen hast, sorgt der Toningenieur bei der Abmischung dafür, dass die verschiedenen Tonspuren perfekt aufeinander abgestimmt sind und deine Aufnahmen optimal klingen.

Mastering

Nach der Abmischung gibt der Ingenieur beim Audio-Mastering deinem Sound den letzten Schliff, damit deine Fans deine Musik nicht nur hören, sondern auch spüren können. Das Ergebnis ist ein klangtreuer, klarer und einheitlicher Sound, der sich bei jeder Art der Wiedergabe gut anhört. Das Mastering macht den Unterschied zwischen einem laienhaften und einem professionellen Sound aus.

Studios

Zwar solltest du beim Abmischen und Mastering immer mit erfahrenen Audio-Ingenieuren zusammenarbeiten, aber du musst dabei nicht die berühmtesten Studiotechniker auswählen. Versierte Jungingenieure haben oft bei den Besten ihres Fachs gelernt und an den unterschiedlichsten Projekten gearbeitet und bieten ihre Dienste für einen Bruchteil der Kosten an.

Anstatt der teureren traditionellen Methoden könntest du auch die webbasierten Abmischungs- und Mastering-Services von einem unserer Partner nutzen, wie zum Beispiel den legendären Abbey Road Studios. Du hast überall auf der Welt Zugriff auf ihre Online-Studios und erhältst als Spinnup-Künstler einen Rabatt von 10 %. Dieses und ähnliche Angebote findest du in deinem Künstler-Account.

Herstellung von Bildmaterial

Fotografie, Design und Videos spielen beim Promoten deines Releases eine wichtige Rolle. Du solltest also eine klare Vorstellung davon haben, wie du repräsentiert werden möchtest. Um sicherzustellen, dass du auch bekommst, was du brauchst, solltest du:

  • Eine Anweisung mit klaren Richtlinien schreiben, in der genau festgelegt ist, was du dir vorstellst.
  • Ein klares Budget und einen Zeitrahmen festlegen.
  • Dein Netzwerk von kreativen Köpfen nutzen.
  • Recherchen über potenzielle Anwärter anstellen und eine Shortlist zusammenstellen.
  • Um ein Portfolio der bisherigen Arbeiten bitten.
  • Einen Vertrag abschließen, einschließlich Lieferungsfrist und Kosten. Ja, sogar für kleinere Projekte mit Leuten, mit denen du dich gut verstehst.

In unserem Blog findest du weitere Tipps dazu, wie du Probleme bei der Auftragsvergabe für die Herstellung von Videos und Bildmaterial vermeiden kannst.

Deine Release-Checkliste

Bevor du mit der Aufnahme deiner Musik beginnst, solltest du dir überlegen, wie viel Zeit und Geld du realistischerweise in den Release investieren kannst. Sobald du dir darüber im Klaren bist, kannst du dich auf die folgenden Punkte konzentrieren, um den monumentalen und aufsehenerregenden Release zu erarbeiten, den deine Musik verdient:

  • Halte die Cover-Artwork-Spezifikationen ein, damit die Cover-Artwork den Handels- und Streaming-Anforderungen entspricht.
  • Wähle das richtige Format für die Audiodatei Bedenke bitte, dass die meisten führenden digitalen Musikstores keine MP3s akzeptieren.
  • Trag die maßgeblichen Informationen zum Release zusammen, einschließlich Titel des Release, Name des Künstlers, Genre, Sprache, Veröffentlichungsdatum und -land.

In unserem Blog findest du weitere Informationen zu den Anforderungen und Infos dazu, wie du Dateien konvertieren kannst und wie du deinen Release verpacken solltest.

Zusätzliche Inhalte erstellen

Zusätzliche Inhalte, mit denen du deinen Release unterstützt und die du auf Social Media teilst, können für mehr Aufmerksamkeit für deine Songs sorgen. Und du musst auch nicht viel dafür ausgeben. Nutze kostenlose Tools wie Canva zum Erstellen deines Cover-Artwork oder suche auf Foren wir Gumtree nach jungen Fotografen und Designern.

Mit zusätzlichen Inhalten meinen wir zum Beispiel:

  • Videos – ein cooles Musikvideo kann deine Reichweite auf den sozialen Netzwerken um einiges vergrößern und neue Fans sowie Brancheninsider auf dich aufmerksam machen. Songtext- und Live-Streaming-Videos sind ebenfalls attraktiv. Benötigst du Hilfe? Unsere Kollegen bei Rotor Videos stellen kostengünstig beeindruckende Lyric-Videos her und als Spinnup-Künstler erhältst du Rabatt. Auf der Partner-Seite in deinem Künstler-Account findest du weitere Infos dazu.
  • Fotos – Promotion-Fotos, Live-Schnappschüsse oder 360-Grad-Fotos, die die Atmosphäre backstage, vor einem Gig oder während einer Studioaufnahme festhalten, machen sich alle gut.
  • Social Designs – Mit auffälligen Social-Cover- und Profildesigns kannst du aus der Masse hervorstechen und durch Teilen auf Social Media neue Impulse setzen.
  • Gifs – Eine pfiffige Art und Weise, auf Social Media mit deinen Fans zu kommunizieren und dich von deiner kreativen und humorvollen Seite zu zeigen.

Einrichten eines Heimstudios

Das Einrichten eines Heimstudios und das Auswählen des richtigen Equipments kann richtig Nerven – und auch Geld – kosten. Es gibt viel zu bedenken. Wenn du dein erstes Studio einrichtest, dann halte es möglichst einfach.

Wenn du bereits Musik aufnimmst, dann hast du wahrscheinlich einen adäquaten Computer und eine DAW (Digital Audio Workstation). Dazu brauchst du jetzt noch:

  • Kopfhörer – keine In-Ear-, sondern richtige Over-Ear-Kopfhörer für die Klangkontrolle.
  • Audio-Schnittstelle (Interface) – Mit diesem Gerät kannst du deine Instrumente und Mikrofone mit deinem Computer verbinden. Es ermöglicht dir, verschiedene Audiosignale direkt in deiner DAW aufzunehmen.
  • Audiokabel – Von diesen Kabeln hängt ab, wie gut alles funktioniert, kaufe also keine billigen.
  • Mikrofon – Wähle ein robustes, dynamisches Mikrofon für Live-Auftritte und Konzerte und ein hochempfindliches Kondensatormikrofon fürs Studio.
  • Spezielle Studiolautsprecher – Sie sollten in jedem Studio zur Standardausstattung gehören. Du kannst damit deinen Mix in voller Klangtreue hören, damit deine Sounds immer perfekt abgestimmt sind.
  • MIDI-Keyboard/Controller – Wenn du ein DAW verwendest, dann wirst du irgendwann auch ein MIDI-Keyboard/Controller brauchen, um mehr Kontrolle zu haben und deine VST-Plugins (Virtual Studio Technology) und Software-Synthesizer in vollem Umfang zu nutzen.

Und hier haben wir ein Geschenk für dich: 12 der besten VST-Plugins.

PR, Marketing und Merchandise sind zwar wichtig für die Promotion deines Release, aber du musst nicht extra jemanden dafür anheuern. Wenn du dich selbst darum kümmerst, kannst du dir einiges ersparen. Mach dich allerdings darauf gefasst dass du viel Zeit und Mühe investieren musst. Denk daran, dass Social Media eines deiner Hauptwerkzeuge zur Eigenpromotion sind.

Neue Geräte anzuschaffen kann teuer sein. Wenn du also nicht über die Mittel verfügst, Unmengen in das Einrichten eines Heimstudios zu investieren, dann kannst du dir das Equipment auch ausleihen. In den meisten größeren Städten gibt es Musikgeschäfte, die die notwenigen Geräte vermieten. Hör dich auch nach lokalen Tauschangeboten um.

Denke daran, dass dein Release gut klingen und gut aussehen muss, bevor du ihn veröffentlichst.

Brauchst du mehr Info oder Inspiration?

In unserem Blog erfährst du, in welche fünf Dinge du am Anfang deiner Karriere unbedingt investieren solltest.