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Was steckt eigentlich hinter der Plattform Patreon?

2020 ist es durch Corona für Musiker*innen um einiges schwieriger geworden, Geld zu verdienen. Der Haupt-Verdienst durch Live-Einnahmen fällt weg und das dadurch verbundene Loch im Geldbeutel lässt sich nur teilweise durch Corona-Soforthilfen beheben. Doch wie finanzieren sich Künstler*innen denn alternativ heutzutage? Eine Möglichkeit stellen wir euch hier vor: Patreon

 

Zuverlässig Geld verdienen und so ohne Geldsorgen kreativ zu arbeiten und die Ergebisse deinen Fans zu präsentieren? Klingt wie eine Traumvorstellung, ist aber Dank Plattformen wie Patreon Realität.

2013 kam der YouTuber Jack Conte auf die Idee für Patreon, nachdem er merkte, dass sich zwar viele Leute für seinen Content interessierten und sein Kanal wuchs, das Bankkonto aber weiterhin leer aussah. Das fand er schlicht und einfach unfair, da er viel Zeit für seine Videos investierte und wenig finanzielle Entschädigung dafür sah. Vollkommen verständlich, schließlich ist das Kreativsein sein Job und Miete bezahlen muss jeder von uns. Also gründete er zusammen mit seinem Mitbegründer die Firma Patreon.

 

Wie funktioniert die Finanzierung?

Künstler*innen können sich einen Account erstellen und ihre Fans dazu auffordern, einen gewissen Beitrag im Monat für sie zu spenden. So werden sie sogenannte “Patrons” der Künstler*innen. Im Gegenzug dazu werden ihnen exklusive Inhalte, eine Community mit weiteren Fans und möglicherweise Einblicke in die kreativen Prozesse ihrer Patreons gewährt. Sozusagen als “Super-Fan” finanzieren sie die Arbeit ihrer Idole und bieten so Freiraum für Kreativität. Keine nervigen Nebenjobs, die Zeit und Nerven kosten und keine Gedanken mehr, wie man die Miete nächsten Monat bezahlen soll.

 

Wir finden: Ein schönes Konzept, weil es um den ideellen Wert von Kunst und Kreativität geht. Patreon schafft eine Basis, um den kreativen Raum offen zu halten. Anders als beim Crowdfunding geht es nicht um eine einmalige Zahlung, um ein Projekt zu finanzieren, sondern um eine langfristige Finanzierung.

 

Heute, sieben Jahre später, ist das Geschäftsmodell komplett ausgefeilt und hat sich international etabliert. Weltweit nehmen schon mehr als 200.000 Künstler*innen die Plattform wahr. In Deutschland steckt das Unternehmen noch in den Kinderschuhen, aber auch hier nutzen schon Künstler*innen wie beispielsweise Ex- Wir sind Helden Sängerin Judith Holofernes den Dienst.

 

Von diesem Modell profitieren alle. Musiker*innen behalten ihre kreative Freiheit, während sie die Zuwendungen erhalten, die sie sich verdient haben. Und die Fans können sich darauf verlassen, dass ihr Geld direkt dazu beiträgt, noch mehr von dem zu erschaffen, was sie mögen. Best of Both Worlds, oder?

 

Ist Patreon nur etwas für bereits berühmte Künstler*innen?

 

Genau das ist nicht der Fall. Auch als aufstrebender Newcomer hast du oft schon eine kleine, aber sehr treue Fanbase. Diese Super-Fans unterstützen dich komplett und glauben an dich. Das ist genauso viel wert wie eine große Fanbase eines großen Artists, von denen aber nur ein paar sehr treue dabei sind. Denn natürlich werden dich nur ein Bruchteil deiner Fans überhaupt unterstützen. Aber: Das sind diejenigen, auf die es ankommt und die nur darauf warten, dass du neuen kreativen Output erstellst. Also, probieren kannst du es doch mal. Schau doch mal auf der Website von Patreon vorbei!

 

 

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