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Unsere Tipps, wie du dein Facebook-Engagement erhöhen kannst

Vor Kurzem haben wir ja schon mal über Instagram gesprochen und darüber, dass es zweifelsohne eine der wichtigsten Social-Media-Plattformen ist. Geht es aber um die Promotion deiner Musik, deiner Künstlerpersönlichkeit oder um die Vermarktung deiner Konzerte, ist Facebook nach wie vor unabdingbar. Das Zauberwort heißt Reichweite und wir zeigen dir, wie du dafür sorgen kannst, dass diese nicht komplett den Bach runter geht!

Immer mehr Seiten buhlen bei Facebook um die Aufmerksamkeit der User und das verursacht in zweierlei Hinsicht Probleme. Zum einen kann nur eine begrenzte Anzahl an Posts an die einzelnen Nutzer ausgespielt werden, zum anderen muss man sich immer raffiniertere Dinge einfallen lassen, um im Feed überhaupt wahrgenommen zu werden.

Wir haben einige Tipps für dich, wie du dein Facebook Engagement erhöhen kannst, sodass deine Inhalte auch von deinen Fans und Followern gesehen werden und sie mit dir interagieren.

1. Infos und Links auf deiner Page

Sorge dafür, dass der Info-Bereich deiner Page immer mit den aktuellen Infos gefüllt ist – eine E-Mail-Adresse, die du regelmäßig abrufst, ein Kontakt zu deiner Booking-Agentur oder deinem Label, die aktuellen Infos zur letzten Veröffentlichung, Links zu deinen Kanälen bei Youtube, Instagram und Twitter und einen kurzen Infotext zu dir als Artist oder einen Auszug aus deiner aktuellen Bio. Letzte Erfolge oder kommende Tourtermine kann man hier auch noch reinposten – gerade wenn Interessierte aus der Branche, wie Booker*innen oder Labelleute sich über dich schlau machen wollen, gucken sie oft zuerst hier.

2. Videos und Facebook-Live

Facebook möchte natürlich, dass du möglichst hauseigene Tools verwendest und nicht die von der Konkurrenz. Das gilt im Speziellen für Video-Content. Wenn du also Youtube-Links bei Facebook postest, werden diese in der Regel kaum jemandem von deinen Fans angezeigt werden. Überlege also, welchen Video-Content du (ggf. zusätzlich zu Youtube oder Instagram) auch bei Facebook hochladen willst und nutze auch die Funktion der Facebook-Live-Videos. Die Reichweite für Bewegtbild auf Facebook ist um einiges höher als für Text- oder Text-Bildposts.

3. Nutze deine Statistiken

Die Statistiken deiner Facebookseite helfen dir, herauszufinden, welche Altersgruppen deiner Seite hauptsächlich folgen, in welchen Städten und Ländern deine Fans leben (perfekt zur Tourplanung!) und zu welchen Tageszeiten sie online sind. In den Unterstatistiken zu deinen einzelnen Posts siehst du außerdem, welche Inhalte in der Vergangenheit am besten funktioniert haben und helfen dir dabei, zu entscheiden, welche Form von Inhalt du vielleicht öfter posten solltest.

4. Der fixierte Beitrag

Ganz oben auf deiner Facebookseite hast du die Möglichkeit, einen Beitrag zu fixieren (funktioniert übrigens auch bei Twitter). Platziere hier den Post, der deine aktuellen Tourdaten oder den Link zu deiner neuesten Veröffentlichung enthält oder einen Meilenstein beleuchtet wie den Gewinn des letzten Newcomer-Contests oder das Gruppenbild aus dem Tonstudio etc. Wenn Nutzer auf deine Seite gehen, wird ihnen dieser Post dann als erstes ganz oben angezeigt und stellt so eine gute Möglichkeit dar, etwas gesondert hervorzuheben.

5. Gestalte deine Posts übersichtlich

Ein Fehler, den wir häufig in den (Promo-)Posts von Facebook-Seiten entdecken, sind zu viele verschiedene Links in einem Beitrag. Versuche allgemein, deine Posts übersichtlich zu halten, die ersten drei bis vier Zeilen sollten alle relevanten Infos und nicht mehr als ein bis zwei Links enthalten. Überlege dir, ob es nicht vielleicht sinnvoller ist, die Neuigkeiten zu Album, Single, neuem Video und Tour auf mehre Posts aufzuteilen und den Inhalt, den du unter die Leute bringen willst, klar von anderem abzugrenzen. Das macht auch die Bewerbung deiner Posts mit einem kleinen Budget und das Targeting, also das Ausspielen deiner Posts an ganz bestimmte Zielgruppen einfacher.

6. die richtige Zielgruppe definieren

Im vorherigen Punkt sind wir schon auf das Targeting zu sprechen gekommen. Gerade, wenn du eine Tour bewerben willst, ist es wenig sinnvoll, einfach den Post rauszuhauen und zu hoffen, dass es schon die richtigen Leute in den richtigen Städten erreichen wird. Wähle in den Zielgruppeneinstellungen des Werbeanzeigen-Managers deine Tourstädte aus, z. B. mit Umkreis von 40 Kilometern. So erreichst du genau die Fans, die nahe genug an den Venues deiner Tour wohnen. Deutschsprachigen Videocontent macht z. B. für deine englischsprachigen Fans nicht so viel Sinn, auch dahingehend kannst du die Zielgruppe deiner Posts eingrenzen.

7. Veranstaltungen

Ein entscheidender Vorteil, den Facebook gegenüber Instagram (noch) hat, ist die Funktion der Veranstaltungen. Nutze dieses Tool unbedingt für die Bewerbung deiner Konzerte. Überlege dir vorher, ob du nur Einzelveranstaltungen erstellen möchtest, oder zusätzlich auch eine über einen ganzen Zeitraum laufende Veranstaltung zu deiner ganzen Tour erstellst. Sorge dafür, dass ein Video oder Bild im Header platziert ist, alle relevanten Akteure als Veranstaltungsadmins eingetragen sind (bei einem Konzert z. B. du mit deiner Seite, die Venue, der Tourveranstalter, aber ggf. auch die Tourpräsentatoren wie Radiosender und Blogs – letztere müssen deine Veranstaltungen nicht zwingend administrieren, bitte sie aber, dass sie deine Veranstaltung zu ihrer Seite hinzufügen). Achte unbedingt darauf, dass Fans, die auf deine Veranstaltung klicken, auch einen Link zum Ticket-VVK vorfinden. Nutze unbedingt die Möglichkeit des Infotexts in der Veranstaltung und fülle ihn mit Links zu deiner Musik, zu deinen Videos und einem kurzen Text zur Tour oder zum aktuellen Album. Nicht zuletzt sollte die Venue, in der der Auftritt stattfindet, auch korrekt verlinkt sein.

8. Interagiere mit deinen Fans

Wie bei allen anderen Social-Media-Plattformen auch liegt es in der Natur der Sache, dass vor allem über Interaktion mit anderen Nutzern die Reichweite vergrößert wird. Je mehr du also auf Kommentare unter deinen Posts reagierst oder im Namen deiner Seite mit anderen Seiten agierst, zum Beispiel die Posts deiner befreundeten Artists likst oder ihnen zur aktuellen VÖ gratulierst, desto mehr Traffic generierst du. Baue in deine Posts Fragen mit ein oder formuliere sie so offen, dass sie Reaktionen bei deinen Fans hervorrufen. Je mehr Kommentare, Likes und Shares, desto besser – klar.

9. Poste regelmäßig

Auch, wenn Facebook nicht mehr so sexy ist wie andere Plattformen und Instagram und Youtube dem Ganzen zunehmend den Rang ablaufen, kann es sich momentan kaum ein Artist leisten, gänzlich darauf zu verzichten, schon allein zur Bewerbung von Konzerten ist die Plattform derzeit noch unersetzlich. Aber auch alle anderen Inhalte haben durchaus ihren Wert auf Facebook. Plane also regelmäßig Posts ein, zum Beispiel jeden zweiten Tag oder an zwei festen Tagen in der Woche, an welchen du deine Follower mit Content versorgst. Fotos kannst du z. B. easy von Instagram aus bei Facebook spiegeln.

10. Informiere dich über Neuerungen

Facebook verändert immer mal wieder seinen Algorhitmus, fügt neue Funktionen hinzu oder schafft andere wieder ab. Versuche dich immer auf dem Laufenden zu halten, damit du weißt, welche Inhalte oder Features für dich am meisten Sinn machen und den Ausbau deiner Fan-Community voranbringen. Gute Tipps bekommst du zum Beispiel auch auf dem Blog von Thomas Hutter oder bei AllFacebook. Facebook als eine über viele Jahre gewachsene Plattform bietet heutzutage eine Fülle unterschiedlichster Funktionen und Bereiche und es gäbe noch so viel mehr Tipps zu erzählen.

Versuche aber doch einfach, schon mal unsere bisher aufgezählten Punkte konsequent umzusetzen – es wird deiner Reichweite definitiv helfen.

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