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SPINNUP TOP 5: Tolle Cover Versionen

Ein tolles Cover zu machen kann deine Karriere anfeuern, denn du erreichst damit nicht nur deine Fangemeinde, sondern wenn es gut läuft auch die Fans des gecoverten Künstlers und so eine Gruppe, die sonst für deinen Sound eventuell nicht empfänglich gewesen wäre.

Wenn man etwas nimmt, das Leute kennen und wenn man es ihnen dabei so präsentiert, dass sie deinen oder euren Sound kennen lernen, ist das ein guter Weg, bekannter zu werden.

Klicke einfach auf die Titel, um die Songs zu hören!

1. Bon Iver – I Can’t Make You Love Me / Nick of Time

Dieser Song wurde ursprünglich von der Country-Sängerin Bonnie Raitt für ihr 11. Album Luck Of The Draw aufgenommen. Der Song wurde von Mike Reid und Allen Shamblin geschrieben, erhielt massiven Zuspruch, kam in der Zeitschrift MOJO auf Nr. 8 der 100 größten Songs aller Zeiten und wurde mehrfach von verschiedenen Künstlern gecovert. Bon Iver veröffentlichte ihn im Jahr 2011 als B-Seite auf seiner Single Calgary als eine vereinfachte Version des Songs. Ein unheimliches Klavier hallt durch den Raum während seine wunderschöne Kopf-Stimme flehend singt. Eine originelle Wendung bei dem Cover ist der Einbau eines anderen Songs von Bonnie Raitt, dem Titeltrack ihres 1989-Albums “Nick Of Time“. Auf diese Weise wird aus dem eher traurigen Lied ein Happy End, und es ergibt eine wunderbare Hommage an diese bahnbrechende Country Künstlerin.

2. Jimmy Hendrix – All Along the Watchtower

Ursprünglich war dies ein Song von Bob Dylan und Jimi Hendrix hat ihn 1968 auf dem Album Electric Ladyland gecovert. Eine Explosion an Energie, Musikalität und Drive. Einer der größten Fans der Hendrix-Version dieses Songs war Dylan selbst als er sagte: “Es überwältigte mich, wirklich. Er hatte solch ein Talent, er konnte Stellen in einem Song herausstellen und gewaltig weiterentwickeln. Er fand Dinge, bei denen andere Leute nie gedacht hätten, dass sie sie dort finden… Seit er starb, habe ich ihn so gesungen… Seltsam, wenn ich ihn singe, habe ich immer das Gefühl, es ist eine Art Hommage an ihn.”

 3. Sinead O’connor – Nothing Compares 2 U

Es ist kaum bekannt, dass dieses Lied Mitte der achtziger Jahre von Prince für sein Nebenprojekt The Family geschrieben wurde. Es wurde bekannt durch Sinead O’Connor im Frühjahr 1990, die es als Single aus ihrem Album I Do Not Want What I Have not Got veröffentlichte. Fast noch berühmter als der veröffentlichte Song war das dazugehörige Video, in dem O’Connors äußerst emotionale und persönliche Darbietung das Lied zu einem weltweiten Hit machte.

4. Patti Smith / Bruce Springsteen – Because the Night

Bei der Aufnahme des sehnlichst erwarteten Nachfolgers des Klassikers Born To Run nahm Bruce Springsteen mehr als 70 Songs auf, darunter Because The Night, obwohl er damit nicht so zufrieden war und beschloss, es sollte nicht mit auf’s Album Darkness On The Edge Of Town kommen. Zur gleichen Zeit arbeitete im Studio nebenan Patti Smith an ihrem Album Easter und da Jimmy Iovine an beiden Alben arbeitete, gab er ein Band des nicht berücksichtigten Songs zu Smith, die es umschrieb, neu schnitt, und ihn in ihr Album aufnahm. Es ist bis heute ihre meistverkaufte Single. Obwohl es auch auf Bruce Springsteen Live-Album 1975 – 1985 erscheint, in dem er das Lied mit den Texten von Patti Smith aufführt und sie auch als Co-Autor auf der Plattenhülle auflistet. Also überlassen wir euch hier die Entscheidung, wer wen gecovert hat. Vielleicht ist es auch überhaupt kein Cover. Aber es ist ja unsere Liste, daher ist der Song hier aufgeführt.

5. James Blake – Limit to Your Love

Ursprünglich ein Album-Track auf dem Feist Album The Reminder, startete James Blake mit diesem Song in der Szene und schockierte die Musikwelt mit seinem einzigartig emotionalen und doch modernen Sound. Er nahm diesen wenig bekannten Track, da sein musikalisches Verständnis das Potenzial darin hören konnte, veröffentlichte ihn und hat es sicher nie bereut. Diese Version hat alles, was ein tolles Cover haben sollte. Es ist eine interessante und einzigartige Version des Originals, zollt diesem seinen Respekt und wenn du Leute mit der Wahl des Titels, den du coverst, überraschen kannst – umso besser.

Bild (c) Daniel Paxton, 2011, Flickr CC