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Social Media Basics für Musiker*innen & Bands

Auf die Qualität deiner Musik kommt es an, klar. Aber sie wird nicht gehört werden, wenn du nicht bei den gängigen Social-Media-Plattformen vertreten bist. Ratlos, wie du starten oder deine Performance bei Instagram, Facebook & Co. verbessern sollst? Bleibe dran, hier kommen unsere Tipps!

Viele Artists unterschätzen, wie wichtig soziale Medien wie Instagram, Facebook und Co. für den eigenen Erfolg sind. Booking-Agenturen und Veranstalter*innen schauen in der Flut von potentiellen Signings oder Bookings neben Streaming-Erfolgen bei Spotify und Youtube immer sofort auch auf die Kennzahlen wie Facebook-Fans, Instagram-Follower, manchmal auch auf Aktivitäten und Erfolge bei Twitter und Soundcloud. Egal wie gut deine Musik ist, ein Veranstalter will sehen, dass du genug Fans hast, die auch zu einem Konzert von dir kommen würden.

Auch die A&Rs von Universal Music achten darauf, wie populär und aktuell deine Social-Media-Profile sind, um ein optimales Gesamtbild von dir als Künstler*in zu bekommen. Es spart ihnen Zeit und Mühe, wenn sie alle deine Referenzen – von Instagram über Facebook bis hin zu deiner Seite bei Soundcloud – alle auf einen Blick mit deiner Musik verbunden im Internet vorfinden. Daher empfehlen wir dir, deine Social-Media-Profile überall, wo es möglich ist, zu verknüpfen – sei es auf deiner Webseite, deiner Facebook Page, deinem Spinnup-Profil und natürlich auch bei Spotify und Youtube.

Hier wollen wir dir ein paar einfache Social Media To-Dos an die Hand geben, die nicht viel Zeit kosten und leicht in deinen künstlerischen Alltag integriert werden können.

1. Mache einen sauberen Neustart

Es klingt radikal, aber manchmal ist das genau die richtige Strategie für den Start deiner neuen Kampagne: einfach mal den RESET-Knopf drücken und alle Posts, Bilder und Links löschen, die nicht mehr zeitgemäß sind oder nicht mehr zu deiner aktuellen künstlerischen Ausrichtung passen, kurzum: alles, was eigentlich niemand mehr sehen soll oder will.

Im nächsten Schritt geht es darum, deine Social-Media-Profile bei Instagram, Facebook, Youtube, Twitter und Soundcloud mit aktuellen Inhalten zu füttern, z.B.:

• neu veröffentlichte Songs
• neue Pressefotos in hoher Qualität
• anstehende Shows
• Tour-Tagebuch
• neuen Video-Content etc.

Sei kreativ und poste interessanten und ansprechenden Content, der zu dir und deiner Musik passt!

Betrachte auch deine Artist-Seite bei Spotify als einen Social Media Kanal und pflege sie regelmäßig mit neuen Fotos, einem aktuellen Pressetext, einem Artist’s Pick und einer von dir kuratierten Playlist. Mehr dazu in unserem Spotify-Artikel!

2. Sammle Likes und kümmere dich um deine Follower

Um überhaupt wahrgenommen zu werden (auch von Redaktionen oder eingangs erwähnten Veranstalter*innen/Booking-Agenturen), solltest du mindestens 500 Likes sammeln, damit das nach was aussieht. Das heißt: lade alle deine Freunde (und auch deine Familie) dazu ein, deine Facebook-Page mit „Gefällt mir“ zu markieren. Auch wenn das nerven kann, sei dir dafür nicht zu schade. Wer mit dir auf Facebook befreundet ist, interessiert sich in der Regel auch für das, was du als Artist machst. Muss dir also nicht unangenehm sein. Einladen kann man ganz easy mit nur 1 Klick auf “Alle auswählen”. Wenn jedes Bandmitglied bzw. alle am Projekt Beteiligten das machen, kommen ganz schnell ein paar Hundert Fans zusammen.

Auf Twitter kannst du nach ähnlichen Künstler*innen aus deinem Genre suchen und ihren Followern folgen, um sie für Euch zu gewinnen. Das gleiche gilt für Instagram. Ein ungeschriebenes Gesetz unter Social Media Pros ist jedoch, nie mehr Leuten zu folgen als du selbst Follower hast. Man sollte es also nicht übertreiben, denn das sieht schnell unseriös aus bzw. schafft den Eindruck, bei deinem Profil sei ein Bot am Werk…

Was auf Facebook auch oft gut funktioniert sind Verlosungen. Du kannst also z. B. Tickets für dein nächstes Konzert gegen Likes und Kommentare verschenken, oder einen kostenlosen Download zur Acoustic-Version deiner Single.

3. Bewirb deine Konzerte selbst

Immer wenn ein Konzert bestätigt ist, nimm dir die Zeit und erstelle ein Event dazu auf Facebook. Es dauert keine fünf Minuten und ist der absolute Mindestaufwand, den du in Sachen Konzert-Marketing betreiben solltest. Lade dazu deine Freunde ein – je mehr desto besser. Natürlich nur solche, die auch in der Nähe der Venue wohnen bzw. sich dafür interessieren könnten.

Kurz vor dem Event kannst du weitere Infos und Updates in die Veranstaltung posten. Auch Presseberichte zum Event sollten geteilt werden, auch deine Musikvideos und vielleicht eine Tour-Playlist. Vergiss nicht, auch die anderen Artists, mit denen zu ggf. zusammen auftrittst, zu verlinken, damit sie die Veranstaltung dann auch auf ihren Kanälen promoten und teilen.

Achte darauf, generell nicht mehr als zwei Posts pro Tag auf Facebook zu stellen. Bei Twitter können es ruhig mehr sein, wenn du Fans, die nicht dabei sein können, vor und während des Events auf dem Laufenden halten möchtest. Verlinke auch mit dir auftretende Künstler*innen und vergiss nicht, auch die Konzert-Präsentatoren und Medienpartner zu taggen.

Noch wichtiger ist die Nachbereitung des Events. Sorge dafür, dass jemand aus deinem Bekanntenkreis fotografiert und ein paar kurze Clips dreht. Wichtig ist, die Bilder zeitnah nach dem Event in deiner Story, auf Instagram und bei Facebook zu teilen oder auf Youtube hochzuladen.

4. Dokumentiere die Entwicklung deiner Band

Im Studio:

Poste Bilder von deiner Zeit im Studio bei Instagram (Story nicht vergessen!) und auf Facebook und verlinke dabei wenn möglich das Studio und alle im Studio bzw. am Kreativ- und Aufnahmeprozess Beteiligten. In Instagram-Posts unbedingt so viele sinnvolle Hashtags wie möglich verwenden (bis zu 30 sind erlaubt), bei Facebook eher auf Hashtags verzichten, sie schmälern die Reichweite.

Auf Tour:

Erstelle Tweets, wenn du auf Tour bist, und zwar direkt am Morgen vor deinem nächsten Konzert. Verlinke andere Bands mit denen du auftrittst. Vergebe für deine Tour einen eigenen Hashtag und markiere auch immer die Stadt, in der du spielst. Wenn coole Bilder von dir auf Tour entstehen oder Fans gute Aufnahmen von deinem Gig in ihrer Story posten, teile ihre Story und gebe deinen Fans so etwas von der Wertschätzung zurück.

Wenn du neue Musik veröffentlichst:

Gib deinen Fans die Chance, vor offiziellem Release einen kurzen Vorgeschmack auf deine Musik zu bekommen, indem du einen kurzen Teaser eines Songs auf Facebook oder Instagram zur Verfügung stellst oder in einem Newsletter an deine Abonnenten verschickst.

Teile natürlich die Links zu Spotify, Apple Music, Deezer, iTunes, Amazon & Co. in einem übersichtlichtlichen Link, z. B. von ToneDen.

5. Bedanke dich für Blog-/Playlisten-Features und gute Presse

Wenn andere Gutes über dich schreiben oder dein Release in einer Playlist featuren, bedanke dich mit einem Re-Tweet, einem Post in deiner Story bei Instagram oder einem Post bei Facebook. Auch ein schönes Pressefoto von dir oder deiner Band kann mit Namensnennung der Foto-Quelle und einem Dankeschön auf Facebook oder Instagram geteilt werden.

Wenn du Links auf Facebook teilst, versuche professionell zu wirken und lösche endlos lange URLs umgehend, sobald Facebook den Link erkannt und eingebettet hat! Erstelle für Twitter Kurz-URLs, z. B. mit bit.ly oder dem URL-Shortener von Google.

 

Wenn du diese Social Media Basics anwendest, hast du schon einiges an Professionalität gewonnen und wirst besser gesehen und wahrgenommen von potentiellen Fans, Booking-Agenturen, Veranstalter*innen und A&Rs. Ausführlichere Infos bietet unser kostenloser PDF-Leitfaden zu Promo und Marketing – den du hier zum Download findest.

Ein kurzer Tipp zum Schluss: die richtige Dosis macht’s

Facebook Spam GIF - Find & Share on GIPHY

Sorge für ein gutes Gleichgewicht zwischen wirklichen Info-Posts und eher unwichtigen Zwischen-Lebenszeichen dazwischen, z. B. in Form eines Selfies.

Überlege bei jedem Bild, bei jedem Video, bei jedem Post und bei jedem Tweet, ob das deine Follower & Fans wirklich interessiert und welchen Mehrwert es ihnen bietet. Wenn es da absolut keinen gibt, ist es vielleicht einfach nur Spam… 😉