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SPINNUP TOP 5: Künstler, die ein ‚Nein’ als Antwort nicht akzeptiert haben

Du bist ehrgeizig, du weißt, dass deine Musik fantastisch ist und die Welt verändern wird. Leider ist es möglich, dass nicht jeder, dem du auf deinem Weg begegnest, diese Ansicht teilen wird. Oder dir sogar ins Gesicht sagt, dass aus deiner Musik und deiner Künstlerkarriere niemals etwas werden wird.

Aber mach dir deswegen keinen Kopf, jeder bekommt an irgendeinem Punkt seines Weges mal ein unmissverständliches ‚Nein’ zu hören. Nimm dir einfach ein Beispiel an diesen heute superberühmten Musikern, die auch den kalten Wind der Zurückweisung zu fühlen bekamen, nur um dafür später viel besser ihr Ziel zu erreichen:

1. Destiny’s Child
Die Mega-Band mit Multi-Millionen-Verkäufen ist eindeutig nicht das, was die Jury der Talent Show ‚Star Search’ des US-Fernsehens in der sechsköpfigen Mädchenband ‚Girls Tyme’ im Jahre 1992 sahen. Sie verloren damals. Unverdrossen gab Matthew Knowles, der Vater von einem der Bandmitglieder mit Namen Beyoncé Knowles seinen Job auf, um sie full time zu managen. Drei Jahre später zahlte sich alles aus, als die Band, ein Quartett mit dem Namen Destiny’s Child, bei Elektra Records unterzeichnete. Bis das Label sie ein paar Monate später wieder fallen ließ, mit der Begründung, sie seien „zu jung und unterentwickelt“. Im folgenden Jahr unterzeichneten sie einen neuen Plattenvertrag und der zukünftige Eintrag ins Wörterbuch von ‚Bootylicious’ war eine sichere Sache.

2. Sex Pistols
In den 70er Jahren fegten die Sex Pistols etablierte Stars von der Bühne und hauchten der britischen Musikszene neues Leben ein. Das geschah, als sie es endlich schafften, von den Plattenfirmen nicht mehr fallen gelassen zu werden und damit beginnen konnten, Musik herauszubringen. 1976 unterzeichnete die Band bei EMI und veröffentlichte ‚Anarchy In The UK’. Ein mit Flüchen gespickter TV-Auftritt und eine skandalisierte Nation später trat EMI aus dem Vertrag zurück. Ein paar Monate später unterzeichnete die Band, jetzt mit Sid Vicious an Bord, bei A&M Records. Bevor auch diese beschlossen, sich von der Band zu trennen. Im Mai 1977 schließlich traf die Band auf Virgin Records und eine Punk-Legende war geboren.

3. Katy Perry
Die Sex Pistols mit ihrem drei-Plattenfirmen-Staffellauf sind noch gar nichts gegen Katy Perry, die erst mit ihrer vierten Plattenfirma, Capitol Records, zu den Welt-Superstars aufsteigen konnte. Wie die Pop Queen selbst erklärt: „Das Wort ‚Nein’ wurde mir immer wieder vor die Füße geworfen, und ich habe das einfach nie akzeptiert.“ Viele waren offenbar der Meinung, dass Ms. Perry besser versuchen sollte, andere weibliche Musikerinnen nachzuahmen, die zu jener Zeit erfolgreich waren. Katy Perry war jedenfalls wild entschlossen, Katy Perry zu bleiben und war sicher, dass sie es selbst am besten wisse. Sie sollte Recht behalten.

4. Elvis Presley
Heute ist es ziemlich unmöglich, sich vorzustellen, dass jemand Elvis Presley sehen oder hören konnte und nicht augenblicklich erkannte, dass es sich bei ihm um den wahrscheinlich faszinierendsten und charismatischsten Rockstar aller Zeiten handelte. Aber genau so war es.  Sogar recht oft. 1954 fiel Elvis bei der Audition einer Band in Tennessee, The Songfellows durch, weil sie fanden, dass er nicht gut genug singen konnte. Bald darauf versuchte er es bei einer anderen Band, die ihn aber auch abwies, indem sie ihm allen Ernstes sagten: „Du wirst es als Sänger nie zu etwas bringen.“ Und dann, obwohl er bereits ein paar Singles bei Sun Records herausgebracht hatte, sagte der Veranstalter nach seinem ersten (und wie sich herausstellte auch einzigen) Auftritt im ‚Grand Ole Opry’ in Nashville: „Mein Sohn, aus dir wird leider nichts. Du solltest besser wieder Lastwagen fahren.” Elvis war nicht wirklich sein Sohn und Gott sei Dank kehrte er nicht zu seinem Lastfahrerjob zurück. Zwei Jahre später brachte er ‚Heartbreak Hotel’ heraus und seitdem ist nichts mehr so, wie es vorher war.

5. The Beatles
Ja, die Beatles. Die Geschichte schreibenden Beatles, die mehr Schallplatten verkauft haben als jede andere Band. Jeder kennt heute die Beatles, aber selbst sie hatten mit Leuten zu tun, die nicht erkannten, wie absolut faszinierend sie waren. 1962 hatten sie ein Vorspiel bei Dick Rowe, einem A&R Manager bei dem britischen Label Decca. Er ging an ihnen vorbei und machte die berühmte Bemerkung: „Gitarrenbands sind aus der Mode“. Glücklicherweise war George Martin bei EMI anderer Meinung und nahm die Band wenige Monate später unter Vertrag, wurde ihr Produzent und ein Entscheidendes Mitglied des Teams Beatles, was die Geschichte für immer änderte. Aber auch für Rowe liefen die Dinge letzten Endes nicht allzu schlecht, er erkannte seinen Irrtum schnell. Als der Beatle George Harrison ihm empfahl, eine andere neue Gitarrenband auszuchecken, tat er dies auch. Und machte mit ihnen einen Vertrag. Sie wurden auch recht berühmt – die Rolling Stones.

Bild (c) Dakotilla, 2007, Flickr CC