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SPINNUP TOP 5: Inspirationsquellen für Songs

Na gut, wir kommen gleich damit raus – wir von Spinnup sind keine Songschreiber. Jedenfalls keine erfolgreichen. Wenn wir das wären, würden wir auf dem Hintergrund unseres eigenen Erfolges Ratschläge darüber erteilen, wie man an gute Ideen für Songs kommt.

Somit werden wir einige Ideen zum Finden von Inspiration aus diesen Beispielen von Songschreibern mit euch teilen, die Wege fanden, diese Funken der Inspiration zu erschaffen und festzuhalten. Hier sind einige davon:

1. Das Instrument wechseln oder miteinander tauschen

Obwohl sie nicht die einzigen waren, ist R.E.M. eines der besten Beispiele für diese Methode. Als sie mit der Aufnahme von ‚Out Of Time’ im Jahr 1990 begannen, spielte Drummer Bill Berry den Bass anstelle des aktuellen Bassisten Mike Mills, der stattdessen Orgel spielte, während Gitarrist Peter Buck alles spielte, was ihm unter die Finger kam, außer elektrischer Gitarre. Als sie sechs Jahre später bei ‚New Adventures In Hi-Fi’ angelangten, hatten die Bandmitglieder über 15 verschiedene Instrumente untereinander getauscht und gespielt.

2. Komm nicht wieder raus, bevor du fertig bist

Laut der 2012 erschienen Mick Jagger Biographie von Philip Norman sperrte der Manager der Rolling Stones, Andrew Oldham, die beiden Glimmer Twins Mick und Keith Richards ohne Essen und Trinken in eine Küche und sagte ihnen, dass sie erst wieder herauskämen, nachdem sie einen Song geschrieben hätten. Anscheinend hat es funktioniert. Sollte eine solche erzwungene enge Nähe bei dir nicht funktionieren, kannst du immer noch das Gegenteil versuchen, nämlich…

3. So weit voneinander entfernt sein, wie möglich

Elton John und Bernie Taupin haben über 40 Jahre lang Hits über Mega Hits geschrieben, und in der ganzen Zeit haben sie nicht einen einzigen Song geschrieben, bei dem sie im gleichen Raum gewesen wären. Sogar als sie noch wenig bekannte Autoren waren und im Haus von Elton’s Mum arbeiteten, schrieben sie in verschiedenen Zimmern – Bernie schrieb die Texte und übergab sie John, der dann die Musik dazu schrieb. Das ist auch bis heute noch nicht anders geworden, nur dass sie heute nicht nur in verschiedenen Räumen, sondern häufig sogar in verschiedenen Kontinenten schreiben. Beinahe 30 Alben und Millionen Verkäufe später lieben beide noch diese Zusammenarbeit.

4. Träumen

Wir wissen alle, wieviel Unfug entstehen kann, wenn wir einschlafen und unsere Gehirne ihren unterbewussten Mechanismen überlassen, aber glücklicherweise für eine Menge Songschreiber kann der träumende Geist immer noch ein paar Melodien produzieren. Paul McCartney schrieb ‚Yesterday’, als er so fest schlief wie ein Stein. „Das war völlig märchenhaft“ erklärte er vor ein paar Jahren in einem Interview. „Ich habe keine Vorstellung davon, wie ich das Stück geschrieben habe. Eines Morgens wachte ich auf und es war in meinem Kopf.“ Keith Richards fiel einer der bekanntesten Gitarren-Riffs der Geschichte ein, während er tief schlief (I Can’t Get No Satisfaction). Er wachte mitten in der Nacht auf, sang den Riff und die Worte ‚I Can’t Get No Satisfaction’ in den Kassettenrekorder und legte sich direkt wieder schlafen.

5. Kümmere dich nicht darum, wie andere ihre Songs geschrieben haben und gehe völlig spontan vor

Das Songschreiben ist letztendlich keine exakte Wissenschaft; man kann keine Regeln festlegen oder Schablonen folgen, du musst einfach das tun, was sich richtig anfühlt. Als U2 sich in Gang setzten, hatten sie absolut keine Ahnung vom Songschreiben, sie wussten auch nicht, wie sie es herausfinden könnten und so saugten sie es sich einfach aus den Fingern. „Schon sehr bald wurde uns klar, dass wir keine Vorstellung über die Technik des Songschreibens hatten“, sagt The Edge. „Unsere Art des Songschreibens war, dass wir uns alles zusammenfantasiert haben. Der Instinkt war alles für uns und tatsächlich ist das auch heute noch so.”

Wenn du erst mal eine Reihe Songs hast, von deren Qualität du überzeugt bist, möchtest du sie vielleicht veröffentlichen.

Bild (c) Ben Walker, 2008, Flickr CC