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SPINNUP TOP 5: Dinge, über die du nachdenken solltest, bevor du ein Studio betrittst

Du kannst natürlich kein erfolgreicher Aufnahme-Künstler werden, ohne Aufnahmen zu machen. Falls du aber nie zuvor welche gemacht hast, möchtest du sicher, dass nichts schiefgeht. Das rechtzeitige Nachdenken über bestimmte Dinge kann dabei helfen, in der Zukunft Zeit, Arbeit und Geld zu sparen.

Glücklicherweise sind wir von Spinnup gut mit dem Top-Studio Metropolis befreundet, und so fragten wir sie, welche Überlegungen sie vor dem Besuch eines professionellen Studios empfehlen würden. Hier sind ihre Top Tipps:

1. Was ist der Bestimmungszweck der Aufnahme?

Wenn es darum geht, dass deine Musik anständig aufgenommen werden soll, solltest du eine Vorstellung darüber haben, wo sie gehört werden soll. Viele Musiker fänden es natürlich toll, in Stadien zu spielen, bevor du aber an diesen Punkt gelangst, solltest du realistisch sein. Denk darüber nach, ob die Aufnahmen eher dazu bestimmt sind, heruntergeladen zu werden, bei Auftritten als CDs verkauft, in Lokalen oder Abendradios gespielt werden oder auf noch andere Weise genutzt werden sollen.

2.  Welchen Sound hättest du gerne für deine Aufnahmen?

Ist deine Vorstellung ein moderner Sound? Möchtest du, dass er die Atmosphäre anderer Zeiten widerspiegelt? Sollte er eher groß und episch klingen? Oder etwas persönlicher? Trage Beispiele anderer Musikstücke zusammen, falls dies hilfreich ist. Wenn du den Studiotechnikern und Toningenieuren deutlich machen kannst, wonach du Ausschau hältst, können sie auch ihr ganzes Können dafür einsetzen, genau die von dir gewünschten Ergebnisse zu erzielen.

3. Welche Art von Studio benötigst du? 

Es gibt Studios unterschiedlichster Formen und Größen, von kleinen Kabinen für Vocals und akustische Overdubs bis hin zu großen Orchestersälen, in denen hunderte von Musikern Platz finden, mit vielen akustischen Sondereinrichtungen und Kabinen, die extra für verschiedene Aufnahmen entworfen und angepasst wurden. Kalkuliere die Zahl von Musikern, die du gleichzeitig aufnehmen willst und ob das Studio, das du in Erwägung ziehst, den Platz und die akustischen Räumlichkeiten für Mehrfach-Instrumentenaufnahmen bereitstellen kann.

4. Benötigst du einen Toningenieur?

Ein Toningenieur wird dir dabei helfen können, den Sound zu erhalten, den du dir wünschst und jeder Ingenieur verfügt über Fachwissen in besonderen Bereichen. In den meisten Studios arbeiten Toningenieure, die sich mit den Aufnahmeräumlichkeiten und der Ausstattung dieses Studios gut auskennen, und du wirst dieses Wissen benötigen, um deine Aufnahmen erfolgreich zu Ende zu bringen. Als Alternative hierzu kannst du auch einen Freelance-Toningenieur in Erwägung ziehen, der in vielen Studios zu Hause ist, der aber auf deine Musik oder deinen Stil spezialisiert ist.

5. Bist du soweit?

Einer der häufigsten Fehler, der besonders von neuen Bands oder Musikern begangen wird, ist der, einfach noch nicht soweit zu sein. Ein Tonstudio ist ein sehr teurer Ort, um zu proben oder die Texte noch zu Ende zu schreiben. Man kann auf sehr effiziente Art Aufnahmen machen, wenn jeder weiß, was er tut und alle ihren Part gut kennen. Wenn du deine Parts nicht perfekt spielen kannst, kann der Toningenieur dies bis zu einem gewissen Grad ‚richten’, aber erfahrene Profis hören es trotzdem heraus, also ist es die Mühe nicht wert. Wenn du also viel übst und deine Stücke gut hinbekommst, wird die Aufnahme sich besser anfühlen, besser klingen und ihre Fertigstellung wird weniger kosten.

Bild (c) Patrick Woodward, 2006, Flickr CC