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SPINNUP TOP 5: Dinge, die Lou Reed tat und von denen jeder neue Künstler lernen sollte

Während Musiker und Fans aus aller Welt das Hinscheiden von Lou Reed in 2013 betrauern, haben wir von Spinnup darüber nachgedacht, was Menschen mit schöpferischen Ambitionen von diesem großartigen Künstler und Songschreiber lernen können.

Hier sind ein paar unserer Ideen:

1. Nimm deine Musik ernst

Versteh bitte, dass mit ‚ernst’ nicht gemeint ist, auf Kosten des Spaßanteils langweilig und stumpf zu sein. Lou Reed wollte Musiker sein, weil er wusste, und diese Tatsache nie aus den Augen verlor, dass Musik von grundlegender Wichtigkeit ist. Musik ist mehr als alles andere in der Lage, die Menschen zu erreichen. Egal, welche Art von Musik du machst, ob du die nächste Generation von Rockopern erfindest oder dreiminütige Scheiben reinster Popmusik-Unterhaltung produzierst, du solltest zu keinem Zeitpunkt bezweifeln, dass deine Arbeit und was du erschaffst die Leben der Leute bereichern wird. Lou Reed war sich immer sicher, dass er etwas wirklich Besonderes hervorbrachte, und so war es auch. Wenn du selbst dies nicht fühlst, wie sollen es dann die anderen fühlen?

2. Erkenne welches deine eigene Stimme und Musikstil sind

Nicht nur der Gesang und die Texte, sonder sämtliche Aspekte deiner Musik. Eine der abwertendsten Arten einen Musikstil zu beschreiben, ist die Aussage, dass es genauso klingt, wie alles andere. Während seiner gesamten langen Karriere und bei der Zusammenarbeit mit vielen verschiedenen Gruppen und Künstlern blieb Lou Reed immer und eindeutig Lou Reed. Was ist es, das deine Musik abhebt?

3. Lerne andere Musiker und Künstler kennen

Von Andy Warhol und David Bowie bis zu Metallica und Kiss – Lou Reed hörte nie auf, andere Musiker und Künstler kennenzulernen und mit ihnen zu arbeiten. Er verstand die künstlerischen Vorteile, die aus der Zusammenarbeit mit Anderen hervorgehen. Viele Musiker arbeiten miteinander, um sich gegenseitig zu helfen, ein größeres Publikum zu erreichen, als sie das allein könnten – was völlig in Ordnung und unterhaltsam ist. Es gibt aber ebenso immense Vorteile für Künstler, wenn sie einfach nur mit anderen Künstlern zusammenkommen und miteinander arbeiten. Es kann darum gehen, neue Ideen zu bekommen, Probleme zu lösen, die Motivation hochzuhalten oder irgendetwas anderes – niemand versteht es besser, was es bedeutet, ein Künstler zu sein, als ein anderer Künstler.

4. Eigne dir Fachwissen an

Es gibt nur wenig Wissenswertes über Gitarren und Tonaufnahmen, bei dem Lou Reed sich nicht extrem gut auskannte. Was auch deine Rolle, dein Instrument, dein Arbeitsgerät oder dein Ding in der Musik ist – werde ein Experte in seinem Gebrauch. Wenn du etwas erst einmal sehr gut kennst und wirklich verstehst, wie es funktioniert, wirst du es viel einfacher finden, es so einzusetzen, wie du willst und neue Ideen damit umsetzen zu können.

5. Sei dein eigener (sehr strenger) Herausgeber

Lou Reed arbeitete wirklich sehr hart an seiner Songschreiberei. Er hat nicht einfach die ersten Texte, die ihm einfielen aufgenommen, sondern er bearbeitete sie immer und immer wieder oder schrieb sie nochmal. Es gibt zu diesem Punkt ein Zitat, das häufig Hemmingway zugeschrieben wird: „Der erste Entwurf ist immer Scheiße.” Das mag vielleicht ein wenig hart sein, aber der zugrundeliegende Gedanke ist absolut wahr – sorgfältige Bearbeitung und Nachbereitung sind nur sehr schwierig zu übertrumpfen.