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SPINNUP TOP 5: Dinge, die du als Künstler ohne Probleme wieder ändern kannst

Verträge unterschreiben, sich tätowieren lassen und ohne Fallschirm aus dem Flugzeug springen. All diese Dinge haben dauerhafte Auswirkungen.

Allerdings ist im Gegensatz zu diesen Dreien nicht jede Entscheidung, die du und deine Band trefft, für die Ewigkeit. Hier sind einige Bereiche, über die du zwar sehr gründlich nachdenken solltest, die du aber auch wieder ändern kannst.

1.  Dein Künstlername

Dies ist eine der Angelegenheiten, die dich Stunden des Tränenvergießens und Kopfzerbrechens kosten können, nur damit du dich nachdem du dich auf ‚Barbara Death and the Pig Hunters‘ festgelegt hast daran erinnerst, dass du eigentlich Simon heißt und ein Folk-Solokünstler bist. Kein Problem. Konzentriere dich zuerst darauf, fantastische Songs zu schreiben. Möglicherweise wirst du deinen Namen später nach einem deiner Texte oder Songs wählen, vielleicht fällt er dir ein, wenn du deinen wahren Sound besser kennengelernt hast. Egal wie, diese Entscheidung muss nicht endgültig sein. Viele Bands haben im Laufe ihrer Entwicklung ihre Namen geändert – die ‚Beastie Boys’ hießen davor ‚The Young Aborigines’ und ‚Black Sabbath’ hießen eigentlich ‚The Polka Tulk Blues Band’. Ernsthaft.

2.  Deine Songs

Deine Songs müssen direkt ‘in Stein gemeißelt sein’ – ein Gedanke, der mit großer Wahrscheinlichkeit grauenhafte Schreibblockaden verursachen wird. Es ist dein Song und du kannst damit machen, was immer du willst. Wenn du noch nicht das Gefühl hast, das dein Song fertig ist, gib ihm Zeit. Vielleicht hast du irgendwann das Gefühl, dass du mit ganz anderer Instrumentierung arbeiten oder den gesamten Text austauschen willst. Experimentieren ist der Schlüssel zu deiner Freiheit und deiner künstlerischen Entdeckungsreise. Löse dich von der Vorstellung, dass alles schon beim ersten Versuch perfekt sein muss. Vertraue einfach auf deine künstlerische Freiheit und Vision. Erst wenn du ins Studio gehst um deinen Song aufzunehmen, sollte der Song stehen.

3.  Deine Arrangements

Ähnlich wie bei 2. – probiere alles aus. Du weißt nie im Voraus, welches das letzte Stück im Puzzle ist, oder was du wieder austauschen willst. Als Radiohead das Stück ‚Airbag’ von ihrem dritten Album ‚OK Computer’ aufnahmen, war der Bassist Colin Greenwood krank. Er verpasste die Aufnahme und die Band nahm den kompletten Track ohne Bass auf. Als Colin dazukam, ging er direkt ins Studio, spielte das Stück zum ersten Mal und wurde dabei gleich aufgenommen. Und es ist genau dieser erste Take, den du im ersten Stück eines der besten Alben aller Zeiten hören kannst. Befrei dich von der Angst zu versagen, so können die größten Erfolge entstehen.

4.  Deine Internetpräsenz

Social Media Plattformen und deine Webseite bieten dir unendlich viele Gestaltungsmöglichkeiten. Wie willst du mit deinen Fans kommunizieren? Was für Bilder und Videos willst du posten? Wenn du dich für eine der endlosen Möglichkeiten entscheidest, heißt das nicht, dass das etwas Endgültiges ist. Experimentiere, probiere verschiedene Dinge aus und sieh dann, was funktioniert. Und selbst dann kannst du dich noch immer wieder neu erfinden.

5.  Dein Genre

Wir würden nicht unbedingt so weit gehen, dir zu empfehlen, deine Ukulele an den Nagel zu hängen und stattdessen eine Drum Machine zu kaufen und Saxophon über ein Fuzz-Pedal zu spielen (oder vielleicht doch, klingt nämlich nicht schlecht!). Aber du musst dich nicht erschrecken, wenn du dich als Pop-Künstler dabei ertappst, einen Country Song oder einen Rock Song zu schreiben. Es gibt sicher irgendeinen Grund dafür, dass du ihn geschrieben hast. Solltest du dich mit der Zeit in eine andere Richtung bewegen, dann soll das eben so sein. Lass dich nicht durch deine Vorstellung deines Genres einschränken. Freu dich einfach daran, Musik zu machen. Genau diese Freude wird jeder spüren, der dich hört.

Bild (c) 18percentgrey, 2006, Flickr CC