Tips & Tutorials DE

SPINNUP TOP 5: Achtung Betrugsfalle

Leider gibt es in dieser Welt Menschen, die es nicht so gut mit dir meinen. Aus Gründen, die von Gier bis zu reinem Betrug reichen, betrachten sie Newcomer als Freiwild, das man geschickt ausbeuten und abzocken kann. Um dich vorzuwarnen haben wir hier ein paar dieser Tricks, auf die du niemals reinfallen solltest, aufgelistet:

1. Gebühren für A&R Leistungen und Kontakte zur Musikindustrie

Falls jemand behauptet, er sei A&R und würde dich gegen Vorauskasse anhören oder dich an Kontakte in der Musikindustrie zu vermitteln: mach es nicht. Man könnte diese Menschen auch einfach LÜGNER nennen. Per Definition sind A&Rs bei Labels, Verlagen oder auch Booking Agenturen angestellt, um neue Künstler zu entdecken und unter Vertrag zu nehmen und ihnen dadurch bei der Entwicklung ihrer künstlerischen Fähigkeiten zu helfen. Sie lassen sich nicht von Künstlern bezahlen, die noch nicht unter Vertrag stehen. Wer etwas anderes behauptet, ist schlicht und einfach nicht professionell und wir können dir nur raten einen sehr großen Bogen um ihn machen. Echte A&Rs suchen und finden aufregende neue Künstler, ohne ihnen dafür Geld abzuknöpfen.

2. Vorauszahlungen für Management- / Agentur-Tätigkeiten

Manager und Agenten werden auf Provisionsbasis bezahlt. Mit anderen Worten: sie werden erst dann bezahlt, wenn der Künstler, den sie vertreten, zuvor bezahlt wurde. Sollte also jemand behaupten, dich als Manager oder Agent vertreten zu wollen, jedoch dafür bezahlt werden will, bevor er einen Finger rührt, dann ist dies kein glaubwürdiger Manager bzw. Agent. Punkt.

3. Gebühren für Live-Auftritte verlangen

Live aufzutreten ist für fast alle Newcomer extrem wichtig. Dabei sollte man sich nur nicht abzocken lassen. Bei manchen Veranstaltern musst du eine pay-to-play Gebühr zahlen oder erhältst erst dann eine Gage bzw. eine Beteiligung an den Ticketverkäufen, wenn eine Mindestanzahl an Eintrittskarten verkauft wurde. Mach dir bei solchen Optionen also vorher genaue Gedanken, wie viele Fans dein Gig ziehen wird, damit du am Ende nicht viel zu viel draufzahlst, während der Veranstalter sich über die Einnahmen des Abends UND deine Gebühr freut. Und wenn du schon dafür zahlst, auftreten zu können, sollte der Veranstalter zumindest ordentlich Stammpublikum haben, damit du mit deiner Musik neue Fans erreichen kannst.

4. Kartenverkauf für geheimnisvolle Newcomer Contests

Folgende Situation: Newcomer werden von einem sogenannten Promoter angesprochen, der sie ausgewählt hat, bei einem Newcomer Contest aufzutreten. Damit der Auftritt garantiert werden kann, muss der Künstler lediglich Eintrittskarten kaufen. Später, verspricht man dem Künstler, wird er weitere Karten für den Selbstverkauf erhalten. Zum Schluss ist das Geld natürlich verschwunden und der geheimnisvollen Gig hat sich in Luft aufgelöst. Damit wir uns nicht falsch verstehen: es gibt definitiv eine Menge Newcomer Contests, bei denen es sinnvoll sein kann teilzunehmen. Viele werden zwar verlangen, dass du beim Kartenverkauf mithilfst – aber bevor du irgendwelche Verpflichtungen eingehst, solltest du ganz sicher sein, dass der Gig echt ist.

5. Der Fall Traumschloss: Wenn es zu gut klingt, um wahr zu sein…

…dann ist es wahrscheinlich erfunden. Eine erfolgreiche Musikkarriere aufzubauen bedeutet oft harte Arbeit über einen langen Zeitraum. Sollte also jemand ein Angebot machen, das ein wenig zu schön aussieht, und auch noch auf den zweiten Blick einfach zu gut wirkt, um wahr zu sein, dann solltest du misstrauisch werden. In Kombination mit Vorauszahlungen, ohne dass dafür irgendwelche Garantien geleistet werden, raten wir zu noch größerer Vorsicht. Konzentriere dich darauf ein erfolgreicher Musiker zu sein, achte aber auch darauf Verträge und Angebote zweimal zu prüfen, bevor du am Ende Opfer übler Betrügereien wirst.