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Wie du besser auf dich und deine mentale Gesundheit achtest

Real Talk: Die eigene Mitte finden und sich mentale Gesundheit bewahren – vor allem in unsicheren Zeiten – ist immer noch ein Thema, das oft hinter verschlossenen Türen besprochen wird. Dabei ist es wichtig, darüber zu reden, denn damit bist du nicht allein!

Wir möchten dir zeigen, wie wichtig es in einer kreativen Branche ist, dass du auf dich selbst achtest.

 

Vorneweg: wer schwerwiegende mentale Probleme hat, an Depressionen leidet oder unter zu viel Druck und Stress zu zerbrechen droht, sollte sich umgehend professionelle Hilfe holen.

Es gibt dafür zahlreiche Anlaufstellen und Beratungsmöglichkeiten, auch die Hausarztpraxis hilft dir weiter und vermittelt dich an psychotherapeutische Angebote.

Depressionen sind eine ernstzunehmende Krankheit und nichts, wofür man sich schämen muss. Niemand sollte in so einer Situation allein sein, es ist also keine Schande, die Hand auszustrecken und sich helfen zu lassen.

Als ersten Anlaufpunkt bei schlimmen seelischen Belastungen oder psychischen Problemen kannst du dich rund um die Uhr vertrauensvoll und kostenfrei an die Telefonseelsorge wenden (auch per E-Mail oder im Chat), mit ausgebildeten Leuten sprechen und dich beraten lassen:

 

In Deutschland

Tel.: 0800 / 11 10 111
Tel.: 0800 / 11 10 222

 

In Österreich

Tel.: 142

 

In der Schweiz

Tel.: 143

 

Mentale Gesundheit bei Musiker*innen

Musik zu machen und seine Träume von einer kreativen Karriere zu verfolgen, bedeutet neben viel intensiver Arbeit und Zeitaufwand auch oft Stress, weil man sich selbst dem Druck aussetzt, immer noch besser werden zu wollen. Gerade als Newcomer wirft die künstlerische Tätigkeit oft nicht genug Geld ab, sodass man zusätzlich einem “normalen” Job nachgehen muss. Das kann schnell zur Doppelbelastung führen.

Viele Künstler*innen kämpfen darum, mental fit zu bleiben – Angst, Unsicherheit, Einsamkeit und Depressionen werden bei Kreativen häufiger vermeldet als in anderen Berufen.

Die ersten Jahre als unabhängiger Artist – ohne großes Team um dich herum – erfordert viel Selbstvertrauen und harte Arbeit. Oft befindest du dich im Spannungsfeld zwischen Selbstzweifel und Leistungsdruck, und deine anlaufende Karriere stellt beides auf die Probe. Sei nicht zu streng mit dir selbst!

Besonders zu Beginn deiner Laufbahn kann es mitunter viel Ablehnung geben – von Radiosendern, Booker*innen oder Kommentaren im Internet. Das kann schnell dazu führen, dass man sich selbst und seine Kunst in Frage stellt.

Trotz der Kritik und wiederholter Absagen an sich selbst zu glauben, ist manchmal wahrlich eine Challenge. Erinnere dich daran, was der Grund für dich war, mit dem Musikmachen anzufangen. Besinne dich auf deine Ziele und deinen inneren Kompass!

Auch etablierte und erfolgreiche Artists bleiben davor nicht verschont: fast alle unserer Favourite Artists haben in ihren Songs mentale Unwägbarkeiten verarbeitet und das Thema Mental Health, Selbstachtung, Akzeptanz und Selbstliebe in den Fokus gerückt.

Egal ob Billie Eilish, Lizzo, Lukas Linder und Batomae – die Liste ist lang:

 

 

Klar, wir bei Spinnup sind keine ausgebildeten Psycholog*innen, die dir im Einzelnen mit deinen Problemen helfen können, wir möchten dir aber zeigen, dass du damit nicht allein bist und dass es absolut okay ist, sich nicht okay zu fühlen! 

Wir haben ein paar Tipps für deine tägliche Routine zusammengestellt, die eine stabile mentale Gesundheit positiv unterstützen können:

 

Achtsamkeit

Achtsamkeit ist im Moment ein großes Schlagwort. Aber was heißt das eigentlich? Kurz gesagt: tue dir und deinem Körper was Gutes – viel Schlaf, gesunde und ausgewogene Ernährung, Bewegung an der frischen Luft, Quality Time mit der Familie oder den besten Freund*innen, Auszeiten vom Arbeitsleben und vielleicht auch mal einen Off-Day von Social Media. Hör auf dein Bachgefühl und dein körperliches Wohlbefinden, das hat auch großen Einfluss auf deine psychische Gesundheit.

 

Meditation

Gehört ganz klar auch zum Thema Achtsamkeit und kann helfen, deine Mitte (wieder) zu finden und besser auf deinen inneren Kompass zu hören. Entschleunigung – gerade in Zeiten ständiger Erreichbarkeit und 24/7 Social Media – wirkt oft Wunder!

Meditation ist eine weitere einfache Ergänzung zu deiner täglichen Routine. Schon 5 Minuten am Tag als kleines Ritual zum Durchatmen und sortieren deiner Gedanken helfen dir, angenehmer durch den Tag zu kommen.

Auf Spotify, Youtube & Co. gibt es unzählige Anleitungen und Tutorials – schau einfach, welche Übungen sich für dich am besten anfühlen.

 

Eine bedeutende Konversation pro Tag 

Wir leben in einer hektischen Zeit und werden den ganzen Tag mit Informationen überflutet. Es ist wichtig, dass du jeden Tag wenigstens ein wohltuendes Gespräch führst, ein paar Minuten reichen da schon. Ruf deine besten Freunde oder Freundinnen an oder jemanden aus der Familie, tauscht euch aus und sprecht über etwas Schönes.

Dich mit anderen auszutauschen und angenehme Gespräche zu führen, auch mal anderen bewusst nur zuzuhören und sich über ein schönes Ereignis aus ihrem Alltag zu freuen und daran teilzuhaben, kann dir helfen, mal kurz aus deinen eigenen Gedanken herauszukommen und andere Perspektiven einzunehmen.

 

Bewegung

Wir alle kennen es – du fühlst sich niedergeschlagen und unmotiviert und bleibst deshalb im Bett liegen, möglicherweise mit geschlossenen Vorhängen, hörst traurige langsame Musik und jemand schlägt dir vor, aufzustehen und dich zu bewegen. Und in diesem Moment ist das etwas, worauf du am allerwenigsten Lust hast. Aber mach es! Bewegung setzt Glückshormone frei und kann genau das Mittel sein, das dich aus der Patsche holen kann. Wenn du täglich mindestens 5 Minuten Sport treibst, setzt du in deinem Körper Hormone frei, durch die du dich besser fühlen wirst.

 

Digitale Auszeit

Es sollte nicht so schwer sein, dir täglich eine Auszeit von deinem Handy zu gönnen, aber für viele von uns kann sich eine Trennung wie der Verlust eines Arms anfühlen. Ständige Verbindung und Erreichbarkeit verursachen unterbewusst Stress und Anspannung – digitale Auszeiten sind wichtig!

Tipp: schalte vor dem Schlafengehen in den Flugmodus. Setze dir imaginäre “Öffnungszeiten”, zu denen du mit deinen Fans auf Social Media kommunizierst – z. B. nicht mehr nach 22 Uhr oder nur an bestimmten Tagen in der Woche.

 

Selbstliebe

Was im ersten Moment egoistisch klingt, ist in Wahrheit essentiell nicht nur für deine mentale, sondern auch für deine körperliche Gesundheit. Selbstliebe meint: Wertschätzung dir selbst gegenüber.

Tu dir was Gutes, mach dich dir selbst bewusst (zum Beispiel mit den oben genannten Routinen) und nochmal, weil es so simpel ist: hör sprichwörtlich auf dein Bauchgefühl. Am längsten im Leben hast du es mit dir selbst zu tun, schau also auf dich, höre auf die Signale, die dir dein Körper gibt, und kümmere dich gut um dich, so wie du es für deine größte Liebe tun würdest.

 

 

Wir hoffen, dass dir unsere Anregungen helfen, deinen inneren Gemütszustand zu stabilisieren und gnädiger mit dir selbst zu sein.

Tipps zur besseren Organisation und Stressvermeidung bei deiner Studioarbeit, deiner Promo und auf Tour bekommst du jede Woche auf unserem Blog. Klick dich gerne durch unsere Guides und Tutorials.

 

Redaktion: Verena Post & Tom Reiling

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