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Leitfaden für den perfekten Live-Stream

Nur, weil du gerade drinnen bleibst und keine Clubtour spielen kannst, heißt das nicht, dass du nicht mehr live mit deinen Fans interagieren kannst. Performe doch einfach zu Hause: Hoch lebe das digitale Zeitalter – und der Live-Stream!

 

Live-Streaming ist schnell zu einem Schwerpunkt jeder guten Social-Media-Strategie geworden, da alle wichtigen Plattformen es zu einem zentralen Tool ihres Dienstes gemacht haben. Jetzt können alle quasi durch eine Art Live-Fernsehen direkt an die Fans senden und das eigene Publikum auf eine intimere Weise als je zuvor ansprechen.

Um das Beste aus dem Livestream herauszuholen, solltest du allerdings ein paar Dinge beachten. Es lohnt sich für dich, sich damit zu beschäftigen und in qualitative Ausrüstung zu investieren, denn 0815-Streaming können andere.

 

Ideen für einen Live-Stream

Bevor Du live gehst, solltest du dir natürlich überlegen, was du deinen Fans zeigen möchtest. Willst du für eine neue Single werben? Dich mehr mit deiner Community beschäftigen und Fragen beantworten? Oder ganz neue musikalische Ideen ausprobieren?

Wenn du keine Rampensau bist oder dir vor Publikum manchmal die Worte fehlen, solltest du vielleicht eine Variante wählen, bei der du nicht viel reden musst und vielleicht eher deine Musik für dich sprechen lässt. Konzert-Streams funktionieren gerade sehr gut, da es ja praktisch keine Live-Konkurrenz in der echten Welt da draußen gibt. Alels verlagert sich auf die Bildschirme und Handyscreens deiner Fans und Follower. Wenn du Spaß dran hast, binde sich aktiv in deinen Livestream mit ein, indem du ihnen Fragen stellst oder dir stellen lässt und diese live beantwortest. Oder dein Publikum wünscht sich live über die Kommentarfunktion Songs von dir.

 

Einige bewährte Ideen für einen Live-Stream:

Live Performances – aber achte auf einen guten Sound

Q&As, bei denen deine Fans in die Kommentare Fragen schreiben, die du live beantwortest

Studio-Tutorials und Behind The Scenes bei denen du zeigst, wie du einen Song schreibst oder produzierst

• Ein Live-DJ Set oder eine Radioshow

• Einen Live-Stream von deinen gefilmten Clubshows – auch hier ist ein guter Sound essentiell

Direct-to-Camera Vlogs, bei denen du ein Produkt vorstellst oder Gear erklärst

Interviews mit anderen Artists und Duette

 

Natürlich sind das nur ein paar Anstöße – deine eigene Kreativität ist gefragt! Je außergewöhnlicher dein Content ist, desto mehr Leute werden ihn von vorne bis hinten verfolgen! Das A und O des Live-Streamings ist aber, dich von deiner natürlichen Seite zu zeigen. Und zwar genau so, wie du dich als Künstler*in darstellen möchtest!

 

Location, Location, Location!

Der Stream soll dich zwar so natürlich wie möglich darstellen, aber trotzdem ist es wichtig, die Umgebung so visuell ansprechend wie möglich zu gestalten. Eine gute Beleuchtung, eine gelungene Deko oder ein schöner Hintergrund können dazu beitragen, dass dein Stream in den Beiträgen deiner Fans hervorsticht.

Wenn du direkt einen Live-Auftritt mit deiner Band planst, überlege, wo du viel Platz hast. Vielleicht dürft ihr das Büro oder den Arbeitsplatz eines Freundes nach Feierabend übernehmen? Oder ihr könnt ein Studio mieten? Wie wäre es sonst draußen im Park (bitte aktuell geltende Regeln deines Bundeslandes beachten).

Aber eins darfst du nicht unterschätzen: Streamen kannst du natürlich nur, wo du eine stabile Datenverbindung hast. Stelle dies vorher sicher, denn es lohnt sich nicht zu streamen, wenn die Video- und Audioqualität nicht gut ist!

 

Equipment

Wenn du einen Laptop oder Desktop-Computer benutzt, investiere in eine gute externe Webcam, damit du mehr Flexibilität bei den Kamerawinkeln hast. Um die beste Tonqualität gewährleisten zu können, brauchst du noch USB- oder Standmikrofone mit einer USB-Soundkarte.
Aufgepasst: Wenn du eine Live-Performance oder einen DJ-Auftritt durchführst, stelle sicher, dass der Ausgang des Mixers an deine Audioquelle und nicht an das interne Mikrofon deines Laptops liefert. Stelle das unbedingt sicher, bevor du live gehst, um Pannen zu vermeiden!

 

Software

Natürlich kannst du einen Live-Streams direkt auf Facebook, Twitter und Instagram übertragen, aber mehr Flexibilität und Kontrolle hast du, wenn du ein externes Programm auf deinem PC verwendest, dass Live-Feeds an diese Plattformen sendet. Oder du probierst eine der neueren Plattformen wie Twitch aus, was eigentlich als Plattform zum Zocken gedacht war, jetzt aber auch immer mehr von Musiker*innen benutzt wird.

Eine der am häufigsten verwendeten kostenlosen Lösungen für die Erstellung von Live-Streams ist OBS. Es ermöglicht die Überlagerung von Text und Grafiken, die Kombination verschiedener Ton- und Audioquellen, die Ausbalancierung der Lautstärke und andere Effekte. Es ist einfach zu benutzen und es gibt viele Anleitungen online.

Ein fortschrittlicherer, kostenpflichtiger Dienst wie Switchboard Live ermöglicht die gleichzeitige Übertragung an mehrere Plattformen.

 

 

Welche Plattform soll ich denn bespielen?

Ganz einfach: am besten alle. Mit den oben genannten Programmen ist es einfach, deinen Live-Stream auf mehreren Plattformen zu senden. Wenn du dich doch nur auf eine Plattform konzentrieren möchtest, wähle die mit den meisten Fans und der größten Interaktion.

Der Vorteil bei den großen Social-Media-Diensten wie Facebook und Instagram: die Lizenzen für das Performen von Musik sind über Rahmenverträge mit den Verwertungsgesellschaften schon inklusive. Informiere dich unbedingt vorher, welche Anbieter schon Lizenzen für Musik entrichtet haben. Wenn du nämlich über deine eigene Webseite ein Konzert streamst, werden ggf. GEMA-Gebühren fällig.

 

Gehe regelmäßig live!

Der interessanteste Inhalt entsteht oft durch Gewohnheiten. Versuche also, mehrere “Episoden” zu planen und für die nächste Episode zu teasern. Das gibt deinen Fans etwas, auf das sie sich freuen und das sie in ihre wöchentliche Routine einbauen können. Natürlich kann es sein, dass du dich manchmal spontan danach fühlst, etwas live mit deinen Fans zu teilen, aber wenn du eine gute Idee hast, die laufen und laufen kann, versuche, daraus ein wöchentliches Event zu machen.

 

Vor dem Stream

Nimm dir viel Zeit, bevor du live gehst, um sicherzustellen, dass dein Streaming-Dienst die Bilder und den Ton laut und deutlich empfängt. Stelle sicher, dass die Tonquelle auf deine externen Mikrofone umgeschaltet ist. Und nicht vergessen, deine Internetverbindung zu überprüfen und alle Programme und Fenster zu schließen, die du nicht benötigst. Trenne alle anderen Computer oder mobilen Geräte, die nicht auch über WiFi verfügen müssen, um deinem Streaming-Gerät die maximale Bandbreite zu bieten. Und um langatmige Pausen im Stream zu vermeiden: Mache dir zumindest einen groben Plan über den Inhalt deines Streams!

 

Während des Streams

Stelle zunächst sicher, dass du deinen Stream in all deinen Netzwerken teilst, damit alle deine Fans darauf zugreifen können.

Achte auf die Kommentare der Fans und spreche mit deinem Publikum, wenn dies das Thema deiner Sendung ist. Rufe die Leute auf und reagiere auf ihre Kommentare. Wenn du live spielst, kannst du das natürlich nicht tun. Aber vielleicht erklärt sich ein Freund oder eine Freundin dazu bereit, auf Kommentare zu antworten und sie zu liken. Dazu müssen sie noch nichtmal mit dir im selben Raum sein: Wenn du sie zum Seiten-Admin ernennst, können sie das auch aus der Ferne machen.

Achten auf die Live-Zuschauerzahlen und schaue, ob sie aus einem bestimmten Grund zu sinken scheinen. Das kann dir dabei helfen, beim nächsten Mal bessere Inhalte zu planen oder schneller zu reagieren.

 

Nach dem Stream

Schaue dir die Analysen des Videos an. Wann hatte es die meisten Zuschauer? Wann haben deine Fans den Live-Stream verlassen? Wie lange haben sie durchschnittlich geschaut? Diese Daten kannst du dafür nutzen, um zukünftige Inhalte zu planen. Für diejenigen, die deinen Live-Stream verpasst haben, kannst du ihn erneut senden und dadurch die Gesamtzahl der Aufrufe deutlich erhöhen.

Hinterlasse im Stream selbst einen abschließenden Kommentar mit einem Aufruf zum Handeln wie “Abonnieren” oder „Meinen neuen Song hören“, was du im Stream erwähnt hast.

 

Gesetzliche Grundlagen

Bitte bedenke bei deinem Live-Stream: Die Plattformen können bei der Wiedergabe von urheberrechtlich geschützter Musik in deinem Stream diesen Abschnitt im Post-Stream-Video blockieren oder teilweise stumm schalten.

So, das sind erstmal alle Grundlagen, mit denen du ein gelungenes Live-Video drehen kannst. Das heißt für dich: an die Arbeit! Wenn dein Inhalt gut ist, lohnt es sich für dich, die Zeit dafür zu investieren. Entweder zeigt sich dies in Follower-Zahlen oder aber, falls dein Publikum klein ist, darin, dass es sich wirklich mit dem beschäftigt, was du machst!

 

In unserem Promotion-Leitfaden findest du noch ganz viele weitere Tipps für deinen Auftritt auf Social Media. Den Leitfaden kannst du hier kostenlos downloaden.

 

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