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Mach mal kräftig Lärm: so richtest du dir dein eigenes Homestudio ein

Für kreative Menschen gilt: neue Ideen müssen so schnell wie möglich festgehalten werden. Gute Einfälle kommen oft ungeplant und gehen meist schneller wieder verloren, als du gucken kannst, deshalb: schaffe dir im Alltag Voraussetzungen, eine Idee für später sichern zu können. Ein riesiger Vorteil ist es, wenn du dein Equipment einsatzbereit vor deiner Nase hast und Ideen für eine neue Zeile, einen neuen Beat oder eine Melodie direkt aufnehmen kannst. Wir geben dir ein paar wichtige Tipps, wie du dein eigenes Homestudio einrichtest!

 

Früher war nicht alles besser, aber früher war fast alles teurer

Es ist heute auch für Artists und Producer, die noch am Anfang ihrer künstlerischen Karriere stehen, sehr einfach und erschwinglich geworden, sich zu Hause ein Homestudio einzurichten bzw. Möglichkeiten für Tonaufnahmen zu schaffen. Überlege jedoch genau, in welchem Umfang und an welchem Platz in deinem Zuhause du wieviel Zeit, Arbeit und Geld investieren möchtest. Mache dir also vorher einen Plan und gehe Schritt für Schritt vor.

Vorbereitung des Studios

Du kannst dein Homerecording-Studio prinzipiell überall im Haus einrichten, wo du willst: im Keller, auf dem Dachboden, im Gästezimmer, im Gartenhaus, oder im eigenen Schlafzimmer. Neben dem Wohlfühlfaktor – du sollst schließlich gerne dort Zeit verbringen und intensiv arbeiten – spielen aber auch einige äußere Faktoren eine Rolle, wie Umgebungsgeräusche, Luftfeuchtigkeit, Tageslicht, Akustik im Raum, etc.

Nachdem du dich mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit für einen der Wohnräume entscheiden wirst, sind Luftfeuchtigkeit, Licht, Temperatur etc. meist von Natur aus im Gleichgewicht. Bleibt jedoch der Kampf gegen die Störgeräusche von außen. Besorge dir also Dämmmaterial, z. B. Schaumplatten und statte die Wände und Decken deines Studios damit aus. Der Vorteil: sie wirken in beide Richtungen, denn auch deine Familie oder deine Mitbewohner*innen nebenan werden weniger von dir zu hören bekommen.

Grundausstattung für jedes Homestudio

Die erstmalige Einrichtung eines Homerecording-Studios kann etwas ausufernd erscheinen. Besonders mit kleinerem Budget schreckt man in Anbetracht der anzuschaffenden Dinge davor vielleicht erstmal zurück. Große Musikfachhändler im Internet haben jedoch für jeden Geldbeutel passendes Einsteiger-Equipment im Sortiment und auch der Blick in die Angebote des Musikhändlers bei dir um die Ecke, ans schwarze Brett deiner Musikschule oder eine kurze Recherche bei ebay-Kleinanzeigen kann sich lohnen.

Es gibt ein paar essentielle Dinge, die in jedem Homerecording-Studio zu finden sein sollten, damit du mit deiner Arbeit loslegen kannst:

– Computer/Laptop

– Audio-Interface

– Aufnahme-Software

– Studio-Monitore

– 1-3 Mikrofone

– Mikrofonstativ

– Hochwertige Kopfhörer

– verschiedene Kabel (Klinke, XLR, etc.)

Wähle den richtigen Computer für deine kreative Arbeit

Entscheidend für eine reibungslose Arbeit im Homestudio sind vor allem zwei Dinge: ausreichend Arbeitsspeicher und Speicherplatz an sich. Alle gängigen Computer und Laptops bringen das heutzutage von Haus aus mit. Vor allem für Laptops gilt: externe Festplatten sind hier ein Zauberwort! Und doppelte Back-Ups deiner Aufnahmen und Skizzen ohnehin ein Muss, wenn du keinen Datenverlust riskieren möchtest.

Die Bedeutung eines Audio-Interfaces

Das Audio-Interface ist die Schnittstelle zwischen Computer und dir, bzw. deiner Musik. Es sorgt dafür, dass Aufnahmen von Tönen und Geräuschen, die du über dein Mikro und Instrumente an deinen Computer schickst, dort auch verarbeitet werden können und umgekehrt alles, was du am Computer z. B. in deiner Musik-Software fabrizierst, auch gehört werden kann. Für die meisten neuen Heimstudios reicht ein einfaches Audio-Interface aus, das alle notwendigen Funktionen erfüllt.

Mikrofone

Für den Start deines eigenes Homestudios genügt ein Universalmikrofon. Wie der Name schon sagt, ist es vielseitig einsetzbar. Achte darauf, dass es sich um ein Kondensatormikrofon handelt, da diese das Frequenzspektrum am umfangreichsten abdecken.

Auswahl der Aufnahmesoftware

Für den Einstieg findest du zahllose kostenlose Programme, mit denen du die ersten Schritte in Sachen Homerecording machen und dich ausprobieren kannst. Besitzt du bereits ein Grundverständnis in professionelleren Anwendungen oder hast in der Vergangenheit in einem Studio schon mit der ein oder anderen Software gearbeitet, bekommst du ein Gespür dafür, welche am besten zu dir passt. Gängige Programme sind z. B. Logic, Cubase, Ableton, Reaper, GarageBand oder Pro Tools – neben vielen anderen.

Kopfhörer, Kabel und Stative

Wie für alle anderen Bestandteile deines Homestudio-Starterkits gilt: du findest Stative, Mikros, Kabel, etc. in allen erdenklichen Preisklassen und du solltest nach deinen Möglichkeiten zu Beginn gezielt das Equipment zusammenstellen, das du benötigst, um einfach erst einmal loslegen zu können. Höherwertiges oder ausgefallenes Gear kommt im Laufe der Zeit sowieso hinzu und mit ein bisschen mehr Erfahrung spielen sich vermutlich auch bei dir Vorlieben für bestimmte Hersteller ein.

In Sachen Kopfhörern lohnt sich aber ein paar Euro mehr auszugeben. Besorge dir professionelle Studiokopfhörer – einerseits für einen besseren Klang, andererseits aber auch aus gesundheitlichen Aspekten heraus.

 

Wir hoffen, dir auf dem Weg zu deinem eigenen Homestudio ein paar Tipps an die Hand gegeben zu haben und freuen uns schon auf die ersten Ergebnisse deiner Arbeit!

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