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Du möchtest Aufnahmen mit dem bestmöglichen Sound in den Stores haben?

Zwei Dinge hört man unter Musikern immer wieder: „Wenn du einen guten Drumsound haben möchtest, besorg dir einen guten Drummer!“, und: „Du kannst eine schlechte Aufnahmequalität nicht nachträglich aufpolieren.“ Es gibt u. a. diese 5 Dinge zu beachten, um für Spotify, Apple Music und Co. den bestmöglichen Sound für deine Aufnahmen zu erzielen.

 

1. Versuche nicht, die Aufnahmen beim Mixing zu retten

„Wir können‘s doch beim Mischen noch bearbeiten.“ – Nope, mach es bitte gleich ordentlich, schon während des Recording-Prozesses. Mixing, also das Abmischen der einzelnen Spuren, ist super für kleine Feinschliffe, um am Ende den perfekten Sound zu erreichen, aber es sollte den Klang wirklich nur aufwerten, nicht versuchen, einen grundsätzlich schlechten Sound nachträglich zu retten. Wenn du beim Aufnehmen deiner Parts schon merkst, dass sich kleine Fehler eingeschlichen haben, die du potenziell beim Abmischen ausbessern könntest, mach es lieber gleich ordentlich und behalte nur Takes, die deiner Ansicht nach richtig gut sind, als welche, die “nur” in Ordnung gehen. Es wird dir alle weiteren Schritte erleichtern.

mix

 

2. Nimm viele Takes auf

Oft gibt es einen Teil des Takes, der dir nicht ganz so gut gefällt oder den du noch besser hinkriegen könntest. Indem du gleich mehrere Takes aufnimmst, bist du gut gerüstet und kannst anschließend editieren, also schneiden und austauschen, bis wirklich alles rund ist. Gib’ dich nicht mit zwei guten Takes zufrieden, sondern setze dir besser vier, fünf, sechs richtig gute Takes zum Ziel, aus denen du am Ende auswählen und die du miteinander kombinieren kannst.

 

3. Nicht zu sehr komprimieren

Der Krieg um Lautstärke mag bald ein Ende finden, jetzt wo Streaming- und Download-Dienste alles in derselben Lautstärke abspielen, aber der Dynamikumfang eines Tracks spielt trotzdem eine wichtige Rolle. Er erlaubt deinem Chorus/Refrain – dem Hauptschwerpunkt deiner Aufnahme – vom restlichen Song besonders hervorzustechen, einfach indem man den natürlichen Dynamiken beim Mischen erlaubt sich frei zu entfalten. Du willst doch schließlich nicht, dass dein gesamter Track sich über dreieinhalb Minuten auf ein und demselben Level bewegt, oder?

 

4. Nochmal: nicht zu sehr komprimieren

Sei dir dessen bewusst, dass alle Streaming-Plattformen jeden Track, den sie erhalten, nochmal komprimieren, sodass alle Songs ungefähr in derselben Lautstärke abgespielt werden. Es gibt zwei Dinge, auf die du achten kannst, um dich darauf vorzubereiten:

  • Ähnlich wie schon im Punkt zuvor erwähnt, versuche dein Master nicht zu sehr zu komprimieren, da die Stores obendrein noch einmal mehr komprimieren werden.
  • Achte darauf, dass der Track beim Aufnehmen so laut wie möglich ist, ohne es zu übertreiben. Wenn dein Track super leise ist, schadet das der Audioqualität am Ende ebenfalls.

 

5. Niemals in eine MP3 umwandeln bzw. bouncen

Last but not least: bounce bzw. wandle einen Track niemals in eine MP3 um. Es mag zwar technisch möglich sein, eine MP3 in eine WAV- oder FLAC-Datei umzuwandeln, sodass sie unseren Upload-Anforderungen entspricht, aber verfügt sie dann auch wirklich über die Soundqualität eines dieser hochwertigeren Dateitypen? Die Antwort lautet ganz klar: nein. Es handelt sich dann lediglich um eine maskierte MP3. Am besten ist es immer von einer DAW (Digital Audio Workstation) direkt in ein WAV- oder FLAC-Format zu bouncen, so erzielt man Soundfiles mit dem bestmöglichen Klang.

 

Weitere wertvolle Tipps findest du in unseren Spinnup-FAQs. Du bist bereit, dein Release hochzuladen? Dann hier entlang!