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Wie macht man ein Crowdfunding? Was du dafür wissen musst

Bis zum Herbst wird es keine Konzerte und Festivals geben. Klar, dafür gibt es Livestreaming, check. Aber wie kannst du auch während der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie mit deiner Musik neben den Streams und Downloads zu weiteren Einnahmen kommen? Das Zauberwort heißt Crowdfunding.

Wie man das macht? Wir erklären dir, wie du deine eigene Crowdfunding-Kampagne starten kannst.

 

Was ist Crowdfunding?

Das Prinzip von Crowdfunding (manchmal auch Schwarmfinanzierung) ist einfach erklärt: viele Menschen geben kleine bis mittlere Beträge in einen Topf und helfen so als Gemeinschaft, etwas zu finanzieren, was du z. B. als Artist ohne Vorschüsse von großen Labels alleine finanziell nicht auf die Beine stellen könntest.

Dafür bekommen alle, die sich am Crowdfunding beteiligen, einen bestimmten Gegenwert – sei es in Form von Merchartikeln, Konzerttickets, CDs, signierten Einzelstücken oder einfach nur gutes Karma für ihre Unterstützung deiner kreativen Arbeit.

 

Kampagnenziel

Lege genau vorher fest, wofür du Geld sammeln willst – also z. B. für die nächste Studioproduktion, für deine erste große Tour, für einen Musikvideodreh, etc. Das Kampagnenziel muss klar formuliert und für deine Fans eindeutig sein, denn sie wollen wissen, bei welchen Vorhaben sie dich unterstützen.

 

Crowdfunding-Summe

Auch über die tatsächlich zu sammelnde Summe musst du dir im Klaren sein. Bedenke bei der Kalkulation deines finanziellen Bedarfs nicht nur die Kosten für das zu finanzierende Hauptprojekt, sondern auf jeden Fall auch die Kosten für Verpackung deiner “Dankeschöns”, den Versand, ggf. zu entrichtende Steuern und eventuelle Gebühren an die Crowdfunding-Plattform.

 

Schaffe Anreize für deine Fans

Wie schon weiter oben erwähnt, sammelst du für einen bestimmten Zweck, z. B. eine Tour, ein neues Release, ein Musikvideo etc. – im Gegenzug bekommen deine Fans und Unterstützer*innen Goodies oder Gegenleistungen. Sei kreativ, überlege, was deine Fans glücklich machen könnte, schau, welche Schätze es in den Merchkisten noch gibt, biete an, diese signiert zu versenden.

 

Kampagnenzeitraum

Wenn du planst, deine nächste Veröffentlichung, z. B. eine EP oder ein Album zu funden, plane auf jeden Fall einige Monate Vorlauf ein. Crowdfunding-Kampagnen laufen meist 3-6 Wochen, damit du genug Zeit hast, deinen Fans auf allen Kanälen davon zu erzählen und sie zum Mitmachen zu bewegen. Starte deine Kampagne erst, wenn du eine Strategie und einen zeitlichen Ablauf festgelegt hast.

 

Welche Plattformen gibt es?

Mittlerweile ist Crowdfunding ein beliebtes Tool für zu finanzierende Vorhaben aller Art geworden. So vielfältig die Projekte, die durch Crowdfunding finanziert werden, so unterschiedlich sind auch die Plattformen, die du dafür verwenden kannst. Wir stellen die vier gängigsten kurz vor:

 

Startnext

Startnext ist nach eigenen Angaben die größte Crowdfunding-Community im deutschsprachigen Raum für Projekte aller Art. Im wesentlichen gibt es zwei verschiedene Varianten des Crowdfundings: eine feststehende Summe X, die du zur Verwirklichung deines Projekts benötigst (inkl. aller zusätzlich anfallenden Kosten für die Kampagne an sich), die komplett gesammelt werden muss, bevor das Projekt umgesetzt werden kann, oder aber ein Crowdfunding mit flexibler Summe, die in jedem Fall ausgezahlt wird, auch wenn sie unter der Höhe deiner eigentlichen Zielsumme liegt. Hier findest du weitere Infos.

 

Gofundme

Bei Gofundme kannst du auch weniger aufwändige Kampagnen starten – der Dienst wird auch von kleineren Projekten gern genutzt. Hier bekommst du alle Infos.

 

Kickstarter

Seit der Gründung des Dienstes Kickstarter wurden schon sehr viele Musikkampagnen vor allem in den USA darüber erfolgreich finanziert. Hier gibt es weitere Infos dazu.

 

Corwdfunding light: Paypal

Wem die oben genannten Dienste und eine groß angelegte Crowdfunding-Kampagne momentan zu aufwändig ist oder einfach nur wenige Hundert Euro fehlen, damit die aktuell laufende Studioproduktion zu Ende finanziert oder das Mixing und Mastering für deine nächste EP bezahlt werden kann, für die gibt es eine sehr unkomplizierte Art des Crowdfundings: mit einem simplen Paypal-Button auf deiner Homepage oder der Paypal-E-Mail-Adresse in der Bio kannst du deine Fans einfach auf Social Media darauf hinweisen und so eine finanzielle Durststrecke überwinden oder kleine Projekte finanzieren.

 

Neu: Spenden-Button bei Spotify

Der Streamingdienst Spotify hat im Rahmen der COVID-19-Pandemie die Artist-Profile um eine tolle und hilfreiche Funktion erweitert: ab sofort kannst du neben dem Artist’s Pick einen Fundraising-Link zu deiner eigenen Crwodfunding-Kampagne bzw. zu deinem Paypal.Me einfügen und so direkte finanzielle Unterstützung von deinen Fans erhalten. Einrichten kannst du den Link in deinem Spotify for Artists Dashboard. Wir haben für dich alle Infos dazu in einem Artikel hier auf dem Blog zusammengefasst.

 

Wo wir schon beim letzten und entscheidenden Thema sind:

 

Bewirb deine Kampagne und nutze alle Kanäle

Deine Social-Media-Kanäle sind perfekte Plattformen, um deine Kampagne zu bewerben. Erstelle Videos, in denen du zur Beteiligung aufrufst. Füttere deine Story mit den Infos zu den einzelnen Goodies, die Leute auf deiner Crowdfunding-Seite erstehen können. Erkläre deinen Fans und Followern im Detail, warum du crowdfundest und wofür die gesammelte Summe am Ende verwendet wird. Halte deine Fans stets auf dem Laufenden und verschicke auch Updates per E-Mail, wenn sich zum Bespiel der Versand der “Dankeschöns” verzögern sollte.

 

Weitere Tipps und Social-Media-Ideen für deine Kanäle findest du hier.

 

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